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Linn
Kurze Zeit später wurde ich erneut gebeten, nach einem scheuen Hund zu suchen. Linn, ein Labrador Retriever, welcher ebenfalls aus Vermehrerhaltung befreit worden war, war vom 08.03.bis 19.03.2006 alleine und panisch unterwegs
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Seit dem 8. März 2006 wird LINN eine gelbe Labrador Retriever-Hündin mit leichtem Überbiss, vermisst. Das Tier ist zirka 5 Jahre alt, ist nicht tätowiert und ist auch nicht durch einen Mikrochip gekennzeichnet. Die Hündin ist in Möhnsee-Körbecke verschwunden.
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Über mehr als eine Woche und im Endeffekt über 7km Distanz (Fluglinie)ging die Suche nach der Hündin. Als ich das zweite Mal vor Ort war und schon fast aufgeben wollte, bereitete mir das Schicksal eine Erfahrung, die meine weiteren Ambitionen in der Tiersuche beeinflussen sollte:
Als mein Hund während der Suche auf der Spur in unwegsamen Gelände bei Schnee bergauf kräftig anzog, rutschte ich aus und ließ die 10m Leine los. Nachdem ich mich aufgerappelt hatte, rief ich meinen Hund, welcher nicht wie gewohnt kam. Panisch rannte ich in die Richtung, in die ich meinen Hund hatte rennen sehen. Pausenlos rief und pfiff ich nach ihm, suchte in immer weiterer Entfernung. Mal rief ich freundlich bittend, mal panisch, mal wütend. Nichts half. Die Dämmerung brach ein, Wild tauchte in nie gesehener Menge in der unmittelbaren Nähe auf. Schon unterstellte ich meinem Hund Wilderei im Wechsel mit der Panik um das Wissen der Suchleine als mögliche Gefahr.
Verzweifelt rief ich meine Trailingkollegen an, wollte ihre Hilfe. Nun suchten wir nicht nur einen Hund, sondern gleich zwei. Nur zu gut konnte ich nun Beate, die Retrieverbesitzerin, verstehen, welche zu der Zeit über mehrere Tage dieses Verzweiflung spüren mußte. Nach über einer Stunde Suche ging ich zurück zur Stelle, wo ich gestürzt war. Auf dem Weg dorthin hörte ich eine Stimme "suchen Sie Ihren Hund?". "Der sitzt schon ganz lange hier im Gebüsch". Ein schlechtgelaunter Jäger machte mir Vorhaltungen "Im Wald ist Leinenpflicht". (Klar, deshalb, war er ja auch festgehangen und deshalb ruf jemand fast eine Stunde lang seinen Hund.. ich hätte vor Wut platzen können, aber als ich Carlos sah, war es mir egal. Zudem hätte der Jäger anbetracht der zig Plakate und seit Tagen andauernden Suchaktion nach Linn zumindest von einem verschwundenen Hund wissen müssen).
Im Gestrüpp, keine 100m vom Verschwindepunkt entfernt hing Carlos total verknotet mit der Leine fest, durchgefroren und eiskalt. Ich hatte zu weit rechts gesucht....... Und er hat nicht einen Ton geantwortet.
Jetzt bleibt mein Hund sofort stehen, wenn der Leinezug fehlt und bellt, wenn er festhängt und:
ich weiß jetzt, wie man sich fühlt, wen ein Tier vermißt ist.
Es sollte so sein. Linn konnte kurze Zeit später gefangen werden- in genau dem Gebiet, wo ich Carlos verloren hatte.
Karte / Wegstrecke Suche Linn
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