Wie bei allen Ausrüstungsgegenständen herrschen auch bei der Leine viele Meinungen bezüglich Material und Länge.
Welche Leine man letztendlich für sich heraussucht, ist individuell verschieden. Der eine kommt besser mit Leder, der andere mit Nylon klar.
Nachfolgend findet Ihr die Erfahrungen, die “meine Gruppe” und ich mit den verschiedenen Leinen gemacht haben:
Leder:
hier gibt es verschiedene Ausführungen. Rundleder, Flachleder, verschiedene Breiten, am Stück oder mehrfach genäht.
Allen gemeinsam ist eine gewisse Elastizität. Alle brauchen von Zeit zu Zeit etwas Fett / Öl (z.B. Lederfett oder Ballistol) und verlängern sich mit der Zeit. Bei Nässe werden sie schwer und bei Frost steif.
Die genähten Leinen sind jedenfalls nicht zu empfehlen, da sie nicht gut durch die Hände gleiten. Der Preis liegt je nach Länge zwischen 25 und 50€
Nylon / Gurtband:
Es gibt Gurtband verschiedener Härte - vom Rolladengurt bis hin zum weich rundgewebtem Schlauchban. Vorgefertigt “von der Stange” oder als Meterware aus dem Baumarkt. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass die Ränder nicht zu “scharf” sind und das Band nicht zu hart ist, da man ansonsten nicht ohne Handschuhe arbeiten kann.
Gurtband hat den Vorteil, dass es als synthetisches Material bei Nässe nicht so viel Dreck und Feuchtigkeit aufnimmt und es leicht waschbar ist.
Super-Grip-Leine
Die Super-Grip-Leine ist relativ dick und “griffig” mit einm Gummistreifen, welcher eingearbeitet ist. Dieser Riemen rutscht einem nicht aus der Hand und man hat den Hund immer fest im Griff. Aber: man kann den Riemen auch nicht so leicht durch die Hand gleiten lassen. Entweder man kommt damit klar und schwört dann darauf oder man mag ihn nicht.
Niggeloh-Riemen:
Teuer, aber sehr leicht. Ich persönlich finde ihn zu scharfkantig und zu hart. Er nimmt kaum Nässe oder Feuchtigkeit auf.
Longe
Preiswert (manchmal für unter 10€ im Supermarkt zu haben) und für Anfänger gar nicht schlecht. Man hat auch hier “viel in der Hand”.
Nachteil: Brombeerdornen verfangen sich drin und man hat sie früher oder später in den Fingern (kann bei Leder nicht passieren). Bei Nässe wird sie sehr schwer und nass.
10m oder kürzer?
Über Jahre hatte ich eine 7m-Leine und bin damit gut klargekommen.
Mittlerweile schwöre ich auf 10m, arbeite aber weiterhin meist mit nur 6-7m, habe die 3 Meter in Reserve in der Hand und es ergeben sich immer mal wieder Situationen, in denen ich froh bin, dem Hund diese Meter noch geben zu können.
Schlaufe oder Knoten am Ende
Die meisten Leinen haben einen Knoten oder eine Schlaufe am Ende. Dieses ist zwar ganz praktisch, damit man weiß, wo die Leine aufhört, aber gerade mit dieser Verdickung bleibt man häufig hängen (Baum, Autoreifen,..).
Aufdocken den Riemens
ABB. aufgedockter Riemen
Film Aufwickeln Leine
Ruckdämpfer
Manche Hund “krachen” bei Richtungswechseln oft in die Leine, was weder für den Hund noch für den Hundeführer gesund bzw. angenehm ist. Ein Ruckdämpfer zwischen Geschirr und Leine puffert eine Menge Energie ab. Nachteil ist, dass man den Hund nur mit zeitlicher Latenz “zurückhalten” kann (z.B. Straße). Ist aber alles eine Frage der Gewöhnung.