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Line-up

    Aufbau Lineup:

    Jeder Hund kann seinen Hundeführer aus einer Menschengruppe heraussuchen.
    Das bedeutet, dass Hunde prinzipiell ohne viel Mühe in der Lage sind, eine bestimmte Person aus einer Gruppe zu identifizieren.

    Wir müssen nun unseren Hunden begreiflich machen, dass sie eine Person zum Geruchsartikels heraussuchen und anzeigen sollen.

    Das Problem bei einem klassischen Line-up (Personen in Reihe stehend- ohne große Trail vorher- alle für Hund sichtbar) ist, dass der Hund die Übung meist beim zweiten oder dritten Mal als eigene Übung losgelöst vom Trailen sieht und auf Sicht versucht, schneller zum Erfolg zu kommen.

    Das Ganze wird dann zu Versuch und Irrtum. Jede ungewollte Bestätigung eins erfolgreichen Rateversuchs festigt das „Versuch- und- Irrtum-Verhalten.

     

    Der Hund muss beim Lineup:

      • Scentartikel und Spur abgleichen
      • Spur verfolgen trotz Ablenkung durch visuellen Reiz / typisches Opferbild
      • Personen trotz visuellem Reiz ignorieren
      • Personen geruchlich diskriminieren, dabei
      • weiterführende genauso alte Spuren ignorieren und
      • Geruchsvermischungen (Pool) ignorieren (frische Spur, d. h. die Witterung hängt noch in der Luft)
         
        • --->Viele Dinge auf einmal.

      Sicher soll der Hund den Scentartikel annehmen und nur die Spur verfolgen (und das hat er ja auch gelernt), aber bei starker Ablenkung (trieblich hoher Reiz in andere Richtung) ist das schon mal schwierig. Erst recht bei (vermeintlich) neuer Aufgabenstellung.

      Auffällig ist, dass im ersten Anlauf die Hunde häufig wie gewohnt arbeiten und im zweiten Anlauf meinen, dass es hierbei um ein anderes Spiel ginge und anfangen auszuprobieren / überzuspringen.

      Für Hunde, die Spuren wichtiger als die Person finden, ist der Reiz, die weiterführende Spur / Spurenmischung zu verfolgen, groß. Die Spurenmischung, die sie von Anfang an in der Nase hatten, führt ja weiter.

      Bleibt der Hundeführer in dem Fall einfach stehen, lässt den Hund nicht weiter, drängt er ggf. den Hund in eine Anzeige. Der Hund lernt, erst bei Aktion bzw. Passivität in Form von Stehen bleiben des HF die Person zu checken bzw. anzuzeigen.

      Hilfen durch das Opfer bewirken ebenfalls, dass der Hund auf Aktionen wartet, die ihn von der für ihn ja noch interessanten Spur abbringen.

      Für Hunde, die ein großes Interesse an Personen / der Bestätigung am Opfer haben, ist es schwierig, die direkt auf der Spur stehenden Personen (deren Witterung sie auch von Anfang an in der Nase hatten) zu ignorieren - denn auch dort könnte eine Bestätigung erfolgen.

      Durch die Aufforderung des Hundeführers (“Nein”) besteht das Risiko des Lernen aus Versuch und Irrtum (==> ich zeige alle an, beim richtigen gibt es kein Nein.) Ob der Hund in dem Moment den richtigen dann in der Nase hatte oder einfach nur probiert hat, wissen wir nicht. Für "Versuch und Irrtum" bestätigt veranlasst den Hund beim nächsten Mal komplett vom Riechen/Trailen auf Schauen und Anzeigen überzugehen.

       

      Bei der ID treten mehrere Problematiken auf:

      • der Hund findet die Spuren wichtiger als die Person, sucht sich eine andere Spur, geht weiter
      • der Hund findet alle Personen toll, zeigt jede Person auf der Spur an
      • der Hund hat Probleme mit der Diskrimination der aufeinander liegenden Spuren
      • der Hund kapiert gar nicht, was er tun soll (anderes Spiel)