Negativ
Ist keine Spur (mehr) vorhanden, so muss der Hund seine Suchtätigkeit einstellen und in der Lage sein, dieses anzuzeigen.
- Eine zum Geruchsartikel passende Spur existiert nicht, d.h. die Person war nicht in der Gegend.
- Die Spur endet, weil z.B. die gesuchte Person in ein Auto (geschlossen) eingestiegen ist, sich ins Wasser gestürzt hat oder irgendwelche Faktoren die Spur an der Stelle abbrechen lassen
- der Hund hat einen Abgang überlaufen und hat dort, wo er sich dann befindet, keine Spur mehr
Ein sauberes Negativ ist wichtiger als ein schön ausschauendes Suchverhalten.
Der Hund sollte zuerst versuchen, die Spur zu finden bzw. weiter zu verfolgen, sollte kreisen, aber irgendwann dem Hundeführer mitteilen, dass er hier die gesuchte Spur nicht (mehr) verfolgen kann.
Fast alle Hunde bieten hier ein Verhalten an, meist ist es ein kurzes Verharren und ein fragender Blick zum Hundeführer.
Durch Formen / Shapen dieses angebotenen Verhaltens kann man dem Hund ein Verhalten vermitteln, welches offensichtlicher und auch für Außenstehende eindeutiger ist (Bellen, Anspringen, Sitz,..).
Weiß der Hundeführer von dem Negativ, so besteht immer ein hohes Risiko, dass er dem Hund unbewußt Signale gibt, welche dann die Negativ-Anzeige auslösen.
Hilfreich ist wieder eine “Backup” - Person, welche im Gegensatz zum Hundeführer vom Negativ weiß.
Eine gute Übung ist: 3 kurze Trails in einer Trainingseinheit, eine davon ist eine ein Negativ. Oder man hat eine Trail und zwei (numerierte) Tüten und nur die Backup-Person weiß, welche zur Trail gehört.
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