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Opferbindung

    Opferbindungsarbeit?

    Viele Hunde zeigen zu Beginn eine nur sehr verhaltene Freude bei der Ankunft oder ignorieren die Person nach einem kurzen Blick sogar.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade bei diesen Hunden “Opferarbeit” gerne das Gegenteil bewirkt, nämlich vermehrte Unsicherheit und Stress am Ende einer Sache, die eigentlich Freude machen soll und als Bestätigung dienen soll. Meist hat der Hund kein oder nur wenig Interesse an Fremden Personen oder hat sogar Angst / Unsicherheit. Eine für den Hund nicht berechenbare und nicht vorhersehbare (womöglich immer verschiedene) Interaktion mit einer Fremdperson erzeugt noch mehr Unsicherheit.

    Wir haben es bei mehreren “Meidehunde” so gemacht, dass auf nur kurzen Anzeigeblick die Versteckperson einfach und ohne “action” die Futterdose öffnet und hinstellt. Schon nach wenigen Trainingseinheiten erwarten auch diese Hunde IHRE Beute und das Öffnen der Dose kann herausgezögert werden, ohne dass der Hund die Person verläßt. Dazu kommt, dass sie am Opfer immer sicher sind, wenn sie ankommen. Interaktionen werden dann langsam nach und nach eingebaut, damit auch diese Hunde mit unkalkulierten Reaktionen der Versteckperson umgehen lernen.


    Bei den meisten Hunden ist es sinnvoll, dass zu Beginn der Ausbildung der Spurenleger die Bestätigung (Futter, Spielzeug) mitnimmt und den Hund zeitgerecht durch Zuwurf / Geben der Beute bestätigt. Ob der Hund sich dann zum Hundeführer orientiert, um mit ihm zu spielen oder sich von ihm loben zu lassen oder ob er Interaktion mit der Versteckperson sucht, ist dabei egal.
    Wenn Hund kapiert hat, dass die Beute von der Versteckperson kommt (quasi als “Ballwurf-/Futtermaschine”), kann auch der Hundeführer die Bestätigung mitnehmen und dann der VP zuwerfen, die dann den Hund bestätigt. Irgendwann ist es dann egal, wer nun bestätigt -ob nun Hundeführer oder Versteckperson. Wichtig ist, dass AM Opfer die Bestätigung erfolgt.

    Manche Hunde finden eine kurze Hatz am Ende der Spur als maximal “antörnend”: nach der Identifikation rennt die Versteckperson nochmal weg, während der Hund mit etwas Abstand “hetzen” darf.