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Prüfungsordnungen

    Prüfungen im Mantrailing

    Sind Prüfungen im Mantrailing erforderlich?
    Was soll eine Prüfung abfragen?
    Wer kann eine Prüfung abnehmen?
    Wie könnte eine Prüfung aussehen?
    Welche Prüfungsordnungen gibt es in Deutschland? Welche in anderen Ländern?

    Dieses ist in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema. Überall werden POs kreiiert, entworfen, diskutiert. Aufgrund der in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossenen Trailgruppierungen ist eine gewisse Form der Qualitätssicherung erforderlich geworden.

    Prinzipiell kann man dieses  in Form einer Prüfung oder in Form eines kontinuierlichen Leistungsnachweises leisten.
    Ich halte den Gesamteindruck eines arbeitenden Teams für viel aussagekräftiger,
    als das eigentliche Endergebnis 'gefunden / nicht gefunden' bzw. als Prüfungstrail am Tage X angekommen oder nicht angekommen.

    Völlig unabhängig von Durchführbarkeiten wäre es deutlich objektiver, mehrere Prüfungstrails laufen zu lassen. So etwas wie '3 von 5' Prüfungstrails erfolgreich absolviert wäre erheblich besser zu bewerten als eine Punktleistung.
    Oder ein offizielles Testatheft, in dem man sich so oft wie machbar oder nötig Leistungsprüfungen testieren läßt. Ein Blick über das letzte halbe Jahr und die unterschiedlichen Testumgebungen (fremde Trailgruppen/Staffeln/Organistionen) und jeder kann sich ein brauchbares Bild von der Leistungsfähigkeit des Teams machen. Nicht die letzte Einzelprüfung zählt sondern die 'Durchschnittsleistung' des letzten halben Jahres.

    Im Gegensatz zur Flächensuche ist das Trailen ein sehr serieller Prozess,
    d.h. jeder gelaufene Meter auf der Trail beruht auf dem Erfolg am vorherigen Meter.
    Klar, ein Hund, der von einem real existierendem Ansatz mit vernünftigem GA nicht wegkommt, hat in der Regel ein Ausbildungs-Problem, aber selbst das kann im Einsatzfall guten Hunden passieren. Dann kommt es noch auf den HF an, etwaige Problemlösungsmöglichkeiten zu finden (z.B. Ansätze in Entfernung).

    Probleme können aber auch mitten auf der Spur vorhanden sein, z.B. 120 Meter Strassenreinigung im Herbst, Kehrmaschine im Winter, Autounfall mit auslaufendem Benzin,.... Nicht immer weiß man diese Umstände, da Zeitpunkt des Spurlegens und Spurverfolgens teilweise weit auseinander liegen. In dieser Zeit kann viel mit der Spur passieren.

    Ist der Hund dann schlecht, wenn es hier nicht richtig weiter geht?
    Ist der Hund besser, wenn das Problem zufällig letzten Drittel der Spur auftritt
    oder schlechter, wenn im ersten Drittel hakt?

    Zusammenfassend halte ich Flächensuchhunde und Mantrailer in ihrer prüfungstechnischen Beurteilbarkeit nicht für vergleichbar,
    was aber die Notwendigkeit eines brauchbaren Beurteilungsmaßstabes erst deutlich macht.
    Wer sich selbst jeglicher Bewertung verweigert, unfair verhält (bei der Prüfungsstellung), eigenes Süppchen kocht (nur gleiche Prüfer usw.) oder gar betrügt (fälscht) fällt dann unweigerlich auf oder wird zumindest kritisiert.

    Zu wissen, dass es auch mal nicht klappen kann, ohne dass die Welt dann unter- geht, wird auch entspannender für die HFs sein und den realistischen Blick auf die eigene Leistung ermöglichen.
    Eine Prüfung soll letztendlich kein Psychostress / stressige Quälerei unter Erfolgsdruck sein. In der Fläche ist der Hund weit vom Hundeführer entfernt, beim Trailen ist der an der Leine und bekommt den Psychostress mit.

    Ungeprüft im Einsatz?

    Es wird kritisiert, dass ungeprüfte Hunde in den Einsatz gehen, aber welche Alternative bleibt zum jetzigen Zeitpunkt?
    Welche Möglichkeiten hat denn ein Trailer (z.B. DRK) im Moment, wenn er sich überprüfen lassen will?
    Er kann zu irgendeinem Seminar gehen und sich dort von einem “ausgeliehenen Ami” "mal eben" überprüfen lassen (z.B. nach LEBA-Kriterien wie in Sachsen oder in Stuttgart). Oder man fährt zu Ulla Massen und läßt den Hund dort nach ihrer Prüfungsordnung testen. oder Italien durch Gabi Trautmann. Kostet in der Regel nicht wenig Geld.
    Und dann? Was hat man dann von den Zertifikaten? Und welche Aussage hat man, wenn der Hund z.b. nach Massen durchgefallen und nach Trautmann und LEBA bestanden hat? Einen einsatzreifen Hund oder eben doch nicht?
    Und wenn die, die jetzt z.B. seit 5 Jahren trailen auf eine (DRK-/gem.-) PO warten müssen, dann sind die Hunde schon lange unter dem Torf, bevor sie auch nur eine Prüfung gelaufen sind......

    Für mich als Hundeführer wäre es deutlich angenehmer, seine Leistung in einer anerkannten Prüfung oder sonstwelcher Zertifizierung nachweislich bewiesen zu haben.
    Wenn dann im Realfall Hund nämlich mal nicht so arbeitet, wie man sich es wünscht, so stünde man nicht ganz so extrem im Kreuzfeuer wie jetzt ohne offizielle Zertifizierung.

    Prüfungsordnung von der ABC

    Prüfungsordnung von der NBAS

    Prüfungsordnung vom Mantrailingteam

    DRK-Baden Württemberg 05/2004

    Prüfungsordnungsentwurf von STOP

    Prüfungsordnung des BRH Stand 2006

    Prüfungsordnung der Mantrailing-Prüfungsgemeinschaft