Wie ich zur Tiersuche kam
Ich selbst habe zwei Hunde und seit über 10 Jahren drei Katzen. Die Katzen sind fast ausschließlich Wohnungskatzen und kommen nur selten in den komplett geschlossenen Innenhof. Zum Glück mußte ich bisher keines meiner Tiere längere Zeit suchen. Die eine Katze war mehrfach in fremden Wohnungen und einmal in einem Keller eingesperrt und saß einmal hoch auf einem Baum, aber in ihrer Panik schreit sie derart laut, dass man mich - noch bevor mir das Verschwinden aufgefallen war- benachrichtigte.
Mein Mann und ich ind seit 8 Jahren in einer Rettungshundestaffel aktiv und sind daher mit der Suche nach vermißten Menschen mit Hilfe von Hunden seit Jahren beschäftigt.
Arek - wie alles begann Vor 2 Jahren verschwand der Kater meiner Eltern im großen, aber komplett von Häusern umrandeten Innenhof. Nach mehreren Jahren reiner Wohnungshaltung sollte der Kater an Freilauf gewöhnt werden. Aber schon beim zweiten Spaziergang bbei Sonnenschein kam er nicht zurück.
Weder Plakatierungsaktionen noch Zeitungsanzeigen noch die mehrfach tägliche Suche brachten den mehr als zutraulichen Kater zurück. In der Wohnung in einem Zimmer eingesperrt meldet sich der Kater immer mit lautem Geschrei, antwortet auch sonst immer mit einem Maunzen. Am 3. Tag habe ich meinen Mantrailer Carlos (der normalerweise Menschen sucht) am Körbchen den Katers riechen lassen und angesetzt. Zielstrebig schoss er in den Keller de offenstehenden Mehrfamilien-Nachbarhauses und stellte dann seine Suche ein. Wir stellten alle Verstecke auf den Kopf, öffneten alle nicht abgeschlossenen Türen und krochen in jeden Winkel. Weder das Klappern mit der Futterdose noch ein Rufen führte zu einem Maunzen.
21 (!!) Tage später meldete sich ein Nachbar, dass die Katze in seinem Keller sitzen würde. Der Kellerraum befand sich in dem Keller, in den uns der Hund geführt hatte - nur war der Kellerraum komplett verschlossen. Vor Abreise in seinen Urlaub stand die Tür wohl einige Zeit offen, so dass die Katze hineingelangen konnte. Der Kater hatte dann während des Urlaubes des Kellerbesitzers dort ohne Wasser und ohne Futter überlebt, war von fett auf gertenschlank heruntergehungert und hatte Nierenprobleme. Aufgefallen war der Kater dem Kellerbesitzer durch Gestank nach Urin. Auch als der Keller geöffnet wurde, bewegte sich der Kater nicht und antwortete auch nicht.
Kurze Zeit später war im selben Innenhof eine weitere Katze verschwunden. Die Katze war über die Ferienzeit bei einer Familie im 3. Stock in Pflege und war über den Balkon gestürzt. Durch die erste Katersuche auf mich aufmerksam geworden bat man mich um Hilfe. Wieder setzte ich Carlos an einem Katzenkörbchen an und er zog in einem großen Kreis entlang der Häusermauern bis zu einem Zaun, an dem er nicht weiterkam. Mit Mühe gelang es mir in den eingezäunten Teil zu gelangen und setzte dort erneut an. Dort nahm Hund die Suche aber nicht mehr auf. Ich brach ab. Zuhause fiel mir ein, dass vielleicht nicht der Zaun, sondern ein Kellerfenster der Ausweg gewesen sein konnte. Ich rief sofort die Katzenpflegeeltern an, welche noch einmal zur besagten Stelle gingen. Dort fanden sie ein Kellerfenster, welches nicht ganz verschlossen war. Und dort im Keller saß die verängstigte Katze.
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